Reisebericht Garden Route 2019

Zwei Pro-Biketour Wiederholungstäter und zwei neubegeisterte Südafrikafans, begleitet von einem Tross mit Regisseur Guido mit 3 Lenkerkameras und einer Drohne ausgestattet, plus Reiseleiter Carsten und Begleitfahrzeug mit dem lokalem Tourguide Selvyn, machten sich auf den gemeinsamen Weg  von Port Elizabeth entlang der Garden Route nach Kapstadt. Bei besten Wetterbedingungen und vielen gemeinsamen Stunden auf dem Rad haben wir dieses wunderbare Land intensiv auf dem Fahrrad kennen und lieben gelernt. Neben der Strecke bei sehr schönen Abenden mit südafrikanischen Gastfreundschaft haben wir bei freundschaftlicher Atmosphäre viele schöne Momente gemeinsam als Team verbracht.

 

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Die Teilnehmer der Pro-Biketour Radreise 2019 in Südafrika auf der Garden Route

Das Team Garden Route 2019

Entlang des Tsitsikamma Gebirges zum Storms River und durch das Natures Valley führte unsere Tour zunächst nach Knysna. Über den Robinson Pass ging es in die Steppenlandschaft der kleinen Karoo bis Oudshoorn mit dem verdienten Ruhetag. Die nächste Etappe brachte uns nach Swellendamm und dann, wie immer, mit viel Seitenwind in den Süden des Kontinents. 

Tag 1 - Addo Elefant Nationalpark

Zur Einstimmung auf unsere Tour waren wir zwei Tage zu Gast in der wunderbaren 4 * Elephant Footprint Lodge am Eingang zum Addo Nationalpark. Die authentische, südafrikanische Bewirtung und  eindrucksvolle Fotosafari im Addo Park waren ein Auftakt nach Maß und machten neugierig auf die kommende Garden Route Tour.

Die traumhafte Lodge mit excellentem Service war für zwei Tage unser Quartier an der Einfahrt zum Addo Nationalpark.

Herausforderungen gemeinsam meistern - auf der Garden Route Radreise 2019 durch Südafrika

Tag 2 - Addo Elefant Nationalpark

Heute unternahmen wir eine im Reisepreis enthaltene Fotosafari durch den Addo Nationalpark. Der Park ist ein beliebtes Ziel bei Besuchern der Garden Route und wurde 1931 zum Schutz der Elefanten mit nur 16 Tieren gegründet und bietet heute 600 Tieren eine Heimat. Neben den Elefanten kann man mit etwas Glück auch Büffel, Löwen, Nashörner oder verschiedene Antilopenarten und Zebras aus der Nähe bewundern. 

Die südafrikanische Tierwelt so nah und unverfälscht kennen zulernen und in einem intakten Lebensraum beobachten zu können war wirklich ein beeindruckendes Erlebnis. 

Tag 3 - Jeffreys Bay nach Stormsriver

Heute früh stand die erste Radetappe auf dem Programm: Von Jeffreys Bay führte uns der Weg nach Stormsriver und nach viel Busfahrten und Safari war die Vorfreude recht groß. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns und das sollte die nächsten Tage auch so weitergehen. Die Landschaft ist afrikanisch, das Terrain recht wellig und wir konnten uns sehr schön einrollen zum ersten Etappenziel Stormsriver.

Tag 4 - Stormsriver - Tsitsikamma - Natures Valley- Knysna

Auch am nächsten Morgen waren Wetter und Laune wieder gut und wir fuhren zur Mündung des Stormsriver in den Indischen Ozean. Völlig zu Recht in jedem Reiseführer als Highlight aufgeführt  sind die Hängebrücken im Tsitsikamma Nationalpark  und wir nahmen uns die Zeit zu einer ausgiebigen  Erkundungstour.

RennRadreise 2019 in Südafrika: im Garden Route National Park

Ausgiebige Erkundungen der atemberaubenden Sandstrände des Natures Valley und die Fahrt durch wunderschöne Urwälder führte unsere heutige Tour in den Natures Way Farmstall in Kurland. Nach unserem Stopp ging es weiter in die traumhaft gelegene Küstenstadt Knysna, das Herz der Garden Route. Die Stadt liegt an einer 20 km² großen Lagune und ist nur durch eine schmale Einfahrt, den Knysna Heads, mit dem Indischen Ozean verbunden. 

Das verdiente Feierabendbier in unserem 4 Sterne Guesthouse in Knysna, schade dass der Urlaub so kurz ist und morgen früh die Pflicht, in Form des Robinson Passes, ruft

Tag 5 - Mossel Bay - Oudtshoorn  

Heute stand der topographische Höhepunkt unserer Tour auf dem Programm. Unsere Etappe begann in der Nähe von Mossel Bay und wir fuhren in das Landesinnere Richtung kleine Karoo Halbwüste. Kurz nach Hartenbos beginnt schon bald der Anstieg zum Robinson Pass mit seinen ca. 860 Höhenmetern. Mehrere Aussichtspunkte entlang der Strecke bieten wunderschöne Aussichten bis zum Indischen Ozean und lassen den Anstieg mit teilweisen 16% Steigung (fast) vergessen.                       

Nach der langen Abfahrt vom Robinson Pass erreichten wir dann Oudtshoorn und freuten uns nach 1300 Höhenmetern auf einen erholsamen Abend und den folgenden radfreien Tag.       

Traumhafte Landschaften entlang der südafrikanischen Garden Route per Rad erleben

Nach der langen, schnellen Abfahrt vom Robinson Pass und nach 1300 Höhenmetern Tageswerk hat das Feierabendbier in der Straußenfarm besonders gut getan.

Tag 6  Oudtshoorn

Die Räder blieben heute auf dem Hänger und die Gruppe hat den freien Tag zu einem Ausflug in das nahegelegene Tropfsteinhöhlensystem Kangoo Caves genutzt.

Den Abend in unserer stimmungsvollen 4 Sterne Lodge haben wir gemeinsam am Pool ausklingen lassen und haben das milde Klima der Karoo genossen.

Tag 7  Ladismith - Swellendam

Der Tourbus fuhr uns nach dem Frühstück entlang der berühmten R 62 durch die Karoo bis Ladismith. Dort begann unsere Tagesetappe über knapp 100 km bis Swellendam. Wir folgten der R 62 durch welliges Terrain und mitten in der Karoo tauchte dann Ronnies Sex Shop auf, mittlerweile ein Kult Objekt in vielen Reiseführern und natürlich mussten wir auch kurz anhalten und feststellen, dass es sich um einen ganz normalen Pub handelt. An der bereits gut gefüllten Visitenkartenwand hängt nun auch eine aktuelle Pro-Biketour Karte. Diese einmalige Chance auf Werbefläche konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Weiter auf der R 62 bogen wir dann bei Barrydale ab in Richtung Süden. Über den landschaftlich reizvollen Tradouwpas erreichten wir schon bald unser Etappenziel Swellendam, nach Kapstadt und Stellenbosch die drittälteste Stadt Südafrikas.        

Das Fahren in der Gruppe lief wie auf Schienen und auf den langen Geraden der Kleinen Karoo kann man es gut rollen lassen. Wie schon im Vorjahr hat Markus auf der gesamten Tour den umsichtigen Rückhalt als Schlussfahrer geboten und mit dem Tourbus im Rücken waren wir jederzeit sicher unterwegs. Dafür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank, Markus.

Auf dem Weg nach Swellendam gab es noch einen kleinen Anstieg über den Tradouwpass zu überwinden und danach folgten wir der schönen Abfahrt ins Grüne nach Buffelsjagsrivier.

Tag 8 Swellendam - L`Agulhas

Ab in den Süden war das Motto der heutigen Etappe. Wir fuhren von Swellendam zum südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents, Kap Agulhas. Hier genau verläuft die geografische Grenze zwischen atlantischem und indischem Ozean. Erst im März 1999 wurde der Agulhas National Park gegründet, um die Natur am südlichsten Punkt Afrikas ursprünglich zu erhalten. Unser Guesthouse befand sich im 6 km entfernten Struisbaai, einem beliebten Ferienort mit alten Fischerhäusern, einer romantischen kleinen Kirche und kilometerlangen Sandstränden.

Durch die Kornkammer des Landes mit scheinbar unendlich großen Feldern führte unser Weg in den Süden des Kontinents.

Mit dem Rennrad am Kap Agulhas in Südafrika

Auch heute war wieder schönes Wetter und wir nutzen den blauen Himmel und das schöne Licht für eindrucksvolle Erinnerungsfotos.

Tag 9  L`Agulhas - Hermanus

Unsere heutige Etappe führte uns Richtung Westen nach Gansbaai mit einem kurzen Halt im idyllischen Elim. 

Kurz vor Gansbaii mussten wir noch einen Anstieg überwinden, um dann die Abfahrt zum Indischen Ozean zu genießen. So stand dem verdienten Feierabendbier in Hermanus nichts mehr entgegen.

Tag 10 Hermanus - Gordons Bay

Der Start der heutigen Etappe erfolgte traditionsgemäß auf dem Golf Rasen des Arabella Sheraton Hotels in Hermanus.

Start am Arabella Sheraton Hotels in Hermanus: Die Rennradfahrer bei der Radreise Garden Route 2019

Wir verließen Hermanus und folgten der Whalecoast Route in Richtung False Bay, fuhren dann durch Kleinmond und Betty´s Bay und erreichten in Rooiels die False Bay. Auch am heutigen Tag hatten wir wieder Glück und konnte Wale vom Fahrrad aus beobachten.

Wir folgten einer der schönsten Uferstraßen der Welt bis zum Hafen von Gordons Bay und freuten uns auf Fish and Chips zum Feierabend. Nachmittags sind wir dann durch die False Bay mit dem Tourbus Richtung Simonstown gefahren. Am nächsten Morgen stand schon die Schlussetappe mit der Fahrt zum Cape Point auf dem Programm.

Tag 11 Simons Town - Kap der guten Hoffnung - Kapstadt

Unsere finale Etappe begann heute in Simonstown. Wir folgten der traumhaften Küstenstraße Richtung Süden und nach dem kurzen Anstieg in den Table Mountain National Park erreichten wir nach 15 km das Kap der Guten Hoffnung.

Die Reiseteilnehmer 2019 am Kap der guten Hoffnung in Süd Afrika

Vom Kap ging die Etappe weiter entlang des Atlantischen Ozeans durch Misty Cliffs nach Nordhoek ins Cafe´ Roux am Beginn des Chapmans Peak Drive. Auf der Orginal Rennstrecke der Cape Town Cycle Tour konnten wir das Panorama dieser grandiosen Küstenstrasse genießen und meisterten gemeinsam den finalen Anstieg zum Suikerbossie. Dann ging es unsere letzten Kilometer bergab nach Camps Bay und dort endete der sportliche Teil unserer Tour.

Einer der Höhepunkte der Garden Route Radreise: die traumhafte Küstenstraße durch Misty Cliffs

Die Küstenstraße durch Misty Cliffs zählt zu meinen persönlichen Highlights dieser Tour und ich glaube, auch den anderen Radsportfreunden im Team hat dieser Streckenabschnitt besonders gut gefallen.

Nach ca. 650 Kilometern und 6500 Höhenmetern gemeinsam auf dem Rad endete hier in Camps Bay der sportliche Teil unserer Garden Route Tour 2019. Etwas wehmütig, aber sehr zufrieden und auch etwas stolz genossen wir unseren finalen Sundowner an der eindrucksvolle Strandpromenade.

Tag 12 Abschiedsdinner

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss und wie alle unsere Radsportreisen fand auch diese Garden Route Tour Ihren Ausklang im Restaurant Mama Africa. Bei afrikanischer Live Musik und gegrillten Antilopen Spezialitäten und anderen Leckereien vom Grill haben wir einen einmal mehr einen wunderschönen Abend erlebt.

Wieder sehr gefreut habe ich mich auch über das gemeinsame Geschenk aller Teilnehmer an Selvyn, unseren Fahrer und Teambetreuer. Guido hat das Präsent im Namen der Gruppe überreicht und auch der Reiseleiter wurde von der Gruppe mit einem Präsent lokaler Spitzenweine bedacht und sagt an dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür.

Ein Höhepunkt am heutigen Abend für mich war sicherlich die kleine "Siegerehrung" von Monika und Markus mit Ihrer zweiten Teilnahme an der Garden Route und einer Cape Town Cycle Tour. Hoffentlich findet Ihr noch Platz Platz in Eurem überfüllten Pokalschrank und wir sehen uns spätestens zum Rennen in Hamburg wieder.


Der Begleitbus transportiert Nicht-Radfahrer und Sportgeräte während der Radreise durch Südafrika

Bleibt von mir noch ein wirklich letzter Dank an dieser Stelle an meinen langjährigen Mitstreiter Selvyn, der unsere Tour wie gewohnt souverän und sicher begleitet hat. Er war einfach immer als zuverlässiger Beleiter des Teams dabei und auch bei unserer kommenden Tour 2020 freue ich mich schon auf seine weitere Unterstützung.


Lena zeigt mir hier wieder einmal wo es lang geht und wird mich auch bei unserer kommenden Cape Town Cycle Tour 2020 tatkräftig als Tourguide tatkräftig unterstützen, nähere Infos mit einer kleinen Vorstellung Ihrer sportlichen Vita finden Sie unter Team Cape Town Cycle Tour 2020.

Zuletzt bleibt noch der Ausblick auf das sportliche Jahr 2020. Im März gehen wir wieder in der Western Kap Region auf Tour und stehen als Team bei der 42. Auflage der Cape Town Cycle Tour 2020 am Start. 

Die jährliche Sommer Pro-Biketour Gartenparty findet am 30.08.2019 bei mir in Hannover statt, zeitgleich mit dem Pro Am Jedermann Rennen des German Cycling Cups, an dem gerne vorher teilgenommen werden kann und im November folgt dann die Neuauflage der Garden Route 2020.

 

Bis bald und herzliche Grüße aus Hannover

 

Carsten

 

 

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